Naturheilpraxis Brigitte Robers
Der Gesunde hat viele Wünsche; der Kranke nur einen.

Klassisch miasmatische Homöopathie

"Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden" - "similia similibus curentur".

Nach diesem Grundsatz von Samuel Hahnemann arbeitet die klassische Homöopathie. Als ganzheitliches Heilverfahren betrachtet sie den ganzen Menschen in seiner Individualität und nicht nur den Aspekt der Krankheit. In der Behandlung wird deshalb für jeden Patienten das individuelle Mittel ausgesucht und verabreicht. Es aktiviert die Selbstheilungskräfte, so dass der Körper die Krankheit selbst überwinden kann und das Gleichgewicht im Organismus wieder hergestellt wird. Homöopathie versucht nicht, Symptome zu unterdrücken.

Wie geht der Therapeut vor?
Um die Mittel-Auswahl treffen zu können, bittet der Behandler den Patienten zum Anamnese-Gespräch, das schon mal zwei Stunden dauern kann. Er muss sich ein umfassendes Bild machen können: die genauen Symptome der Beschwerden, begleitende Beschwerden, Ängste, Empfindlichkeiten, Schlaf, Verdauung, Essverlangen und anderes mehr, aber auch die Krankheitsgeschichte spielen eine Rolle. Interessant sind für den Therapeuten auch Vorerkrankungen in der Familie. Die Miasmatik geht davon aus, dass bestimmte Grundbelastungen vererbt werden, was sich in der Regel darin zeigt, dass bestimmte Krankheitsbilder in mehreren Generationen zu finden sind. Deshalb benötigt der Therapeut zusätzlich einen kurzen Abriss über die Krankheiten in der Familie. Eine körperliche Untersuchung gehört ebenso dazu wie das Studium bereits vorliegender ärztlicher Untersuchungsbefunde. In der Fallausarbeitung, in der alle diese Erhebungen berücksichtigt werden, legt der homöopathisch tätige Therapeut schließlich ein einzelnes Mittel fest, das verabreicht wird.
Homöopthische Mittel wirken nach dem Prinzip der Resonanz. Je akuter ein Krankheitszustand ist, desto schneller wirkt die Arznei. Bei chronischen Krankheiten braucht der Körper mehr Zeit, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Allopathische Arzneien hingegen greifen auf materieller Ebene direkt in das Geschehen ein.

Geschichte:
Entwickelt wurde die Homöopathie von dem deutschen Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann (1755 - 1843). Er führte 1790 einen Selbstversuch mit Chinarinde durch, die damals ein gängiges Mittel gegen Malaria war. Hahnemann, der selbst nicht erkrankt war, nahm das Mittel regelmäßig ein und stellte fest, dass es bei ihm die selben Symptome entwickelte, die für Malaria typisch waren. Er folgerte daraus, dass Chinarinde die Malaria-Erkrankung zwar bessern konnte, bei zu hoher Dosierung allerdings Malaria-Symptome hervor brachte. Ähnliches entdeckte er bei anderen Substanzen in Bezug auf andere Erkrankungen. Er begann die Mittel immer weiter zu verdünnen und stellte eine zunehmend bessere Wirksamkeit an den Kranken fest. So behandelte er 1813, während einer Typhus-Epidemie, 183 Typhus-Patienten, von denen nur einer starb. Die Sterblichkeitsrate mit damaligen konventionellen Behandlungsmethoden lag bei über 50 Prozent.
Seine Erkenntnisse, Erfahrungen und Anweisungen hielt Samuel Hahnemann in seinem Werk "Organon der Heilkunst" fest, das bis heute als Standardwerk für homöopathisch tätige Therapeuten gilt. Verwendet werden in der Homöopathie Arzneien, die auf pflanzlichen, tierischen, mineralischen und chemischen Substanzen basieren. Heute sind insgesamt über 3000 homöopathische Arzneimittel bekannt.
Homöopathie basiert auf genauen Aufzeichnungen, die durch Studien, Anwendungen und Experimente gewonnen wurden. Klinische Studien wurden beispielsweise in Indien und auch in anderen Ländern vorgenommen. Neuere Forschungsprojekte beispielsweise an der Charité in Berlin und an der Universität Leipzig bestätigen die Wirksamkeit der Homöopathie.